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Innovationsbarometer: Unternehmen auf dem Prüfstand
Kennzahlen, in denen sich die Innovationskraft einer Firma ausdrückt, stützen sich meist auf betriebswirtschaftliche Kriterien wie die Zahl der marktfähigen Neuprodukte. Wie aber entstehen Innovationen in Unternehmen? Gibt es bestimmte betriebliche Strukturen, die gute Ideen zu Innovationen machen? „In unserem Innovationsbarometer beziehen wir die Perspektive der Mitarbeiter als ‚Träger‘ und ,Quelle‘ von Innovationen mit ein“, erklären die Leiter des Projekts Angelika C. Bullinger von der Technischen Universität München und Dr. Hans-Joachim Schulz von ver.di. In einer bundesweiten Befragung haben die Experten das Innovationsklima von 140 Betrieben erfasst, in denen über 1,1 Millionen Beschäftigte aus Branchen wie der Ver- und Entsorgung, dem Finanzdienstleistungsbereich und der Logistik sowie dem Tourismus arbeiten. Fragen zu Aus- und Weiterbildung oder zur Rolle der Mitbestimmung standen dabei im Mittelpunkt: Für 90 Prozent der Befragten hat die Mitbestimmung im Innovationsgeschehen eine zentrale Bedeutung. Rund zwei Drittel der Mitarbeiter sind mit dem Ausbildungs- und Qualifizierungsangebot zufrieden.
Kritisch bewerten die Mitarbeiter die Innovationskultur: Jeder vierte gibt an, dass die Unternehmenskultur Innovationen verhindert, und jeder zweite Befragte glaubt, dass Kreativität im eigenen Betrieb nicht genug gefördert wird. Die Antworten der Beschäftigten dienen dem Aufbau eines Innovationsbarometers, das frühzeitig Entwicklungen erkennt, mit denen die Innovationskraft gesteigert werden kann.
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