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Gastautor Nikolaus Franke ist Professor für Entrepreneurship und Innovation an der Wirtschaftsuniversität Wien und wissenschaftlicher Leiter des Benchmarking-Projekts „Top 100 – ausgezeichnete Innovatoren im Mittelstand“ unter der Schirmherrschaft von Lothar Späth.
„Innovationen? Das schaffen doch nur Großunternehmen!“
Das wäre wohl die Antwort, wenn man eine Bevölkerungsumfrage machen würde. Viele trauen dem Mittelstand nicht zu, die für Innovationen notwendigen Ressourcen aufzubringen.

Große Labors, aufwändige Testmöglichkeiten und unerschöpfliche Forschungsbudgets – das ist die Domäne der ganz großen, multinationalen Konzerne. Ein Mittelständler kann da sicherlich nicht mithalten. Das hört sich plausibel an, ist aber falsch. Mittelständische Unternehmungen haben gegenüber Großunternehmen nämlich nicht nur Nachteile. Wäre die Wirtschaft nur eine Kostenfunktion und Innovation nur eine Frage der Finanzkraft, so würde der Mittelstand wohl bald verschwinden und nur wenige marktbeherrschende Monopolanbieter würden den Konzentrationsprozess überleben – wie von Marx prognostiziert. Dieser irrte jedoch auch hier: Empirisch beobachten wir in den meisten Industrienationen einen innovati-ven und an Bedeutung gewinnenden Mittelstand.

Skaleneffekte sind eben nicht alles. Ein immer wichtigerer Erfolgsfaktor ist die Innovationsfähigkeit. Welche Zutaten braucht man für Innovationen? Natürlich, man braucht Mittel, um Ideen in Prototypen umzusetzen und diese zu vermarkten. Aber mindestens genauso wichtig sind Erfindergeist, Kreativität und hohe Geschwindigkeit. Und hier haben flexible Mittelständler oftmals systematische Vorteile gegenüber Großunternehmen. In mittelständischen Unternehmen sind die Wege kürzer und die Unternehmerpersönlichkeit hat einen wesentlich direkteren Einfluss auf das Innovationsgeschehen.

Innovationsplattform der Initiative
Es ist wohl kein Zufall, dass „Angst“ eines der wenigen deutschen Wörter ist, das in der englisch Sprache vorkommt. Deutschland ist heute nicht nur das Land der Dichter und Denker, es wird immer mehr zum Land der Untergangspropheten und Angsthasen. Ein Gastbeitrag von Peter Bofinger.
Die betriebliche Arbeits- und Leistungspolitik orientiert sich zunehmend an der globalen Wettbewerbsfähigkeit. Nicht selten schwinden dadurch die Chancen, die individuellen Potenziale einzelner Mitarbeiter optimal zu nutzen.
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