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Arbeitskreis Wagniskapital
Frisches Wagniskapital für Unternehmensgründer: Mit dem neuen High-Tech Gründerfonds setzen die „Partner für Innovation“ Maßstäbe bei der Förderung von jungen Technologieunternehmen. Als eine Fachgruppe der Initiative entwickelte der Arbeitskreis „Wagniskapital“ diesen in Europa einmaligen Fonds, der ab Mitte 2005 High-Tech-Gründungen unterstützen wird. Bundeskanzler Gerhard Schröder stellte das Projekt auf dem Innovationsgipfel der „Partner für Innovation“ am 18. April in Berlin vor.

Ob im Bereich Bio-, Informations- oder Kommunikationstechnologie: An deutschen Hochschulen und Forschungseinrichtungen, aber auch in zahlreichen Unternehmen schlummert ein enormes Innovationspotenzial. Start-ups greifen diese Innovationen auf. Doch durch den gegenwärtigen Kapitalmangel in der frühen Unternehmensentwicklungsphase, der so genannten Seed-Phase, können sich diese Innovationen in Deutschland nicht entfalten. Nur 27 Millionen Euro wurden 2003 in Seed-Finanzierungen investiert. Auch im internationalen Vergleich schneidet Deutschland nach Angaben der Studie „Global Entrepreneurship Monitor“ der Universität Köln deutlich schlechter ab. Besonders Gründungen im Bereich der Spitzentechnologie seien nach wie vor rückläufig, sagte Bundeskanzler Schröder in Berlin: „Mit dem Aufbau des Deutschen High-Tech Gründerfonds wollen die ‚Partner für Innovation’ diesen Mangel beheben und die Umsetzung innovativer Ideen unterstützen.“

Den Fokus legen die Initiatoren nach Angaben des Arbeitskreises „Wagniskapital“ dabei auf die Förderung von kleinen Technologieunternehmen, die nicht älter als ein Jahr sind und auf Forschung und Entwicklung basieren. Bis 2010 sollen bis zu 300 Technologiegründungen gefördert werden. Als Investoren haben sich der Bund, die KfW-Bankengruppe, BASF, Deutsche Telekom und Siemens zusammengefunden. In einer ersten Tranche stellen diese Partner insgesamt 140 Millionen Euro zur Verfügung. Es ist geplant, diesen Anteil bis 2010 auf 260 Millionen Euro aufzustocken.

Ein wichtiger Vorteil des neuen Fonds: Während der Aufbauphase müssen die Gründer keine Zinsen zahlen. Und die Vergabe von so genannten nachrangigen Darlehen schafft entscheidende Sicherheiten für das Start-up, da die Geldgeber im Insolvenzfall ein größeres Risiko tragen als bei einem Kredit. Auch per Coaches sollen die Gründer unterstützt werden: Jedem Unternehmen stellen die „Partner für Innovation“ einen Ansprechpartner zur Verfügung, der jedoch nie direkt in die Geschäftsführung des Betriebs eingreift. Nach Freigabe der Mittel durch den Bundestag und der Gründung des Fonds bis Juni 2005 sollen weitere Industrieunternehmen als Investoren gewonnen werden. Beginn der Investitionsphase ist Mitte 2005.

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